Die Entscheidung ist gefallen: Die Bonner Nordbrücke wird nicht saniert, sondern komplett abgerissen und neu gebaut. Für LKW-Fahrer bedeutet das eine jahrelange Sperrung der A565 — einer zentralen Ost-West-Verbindung im Bonner Raum.
Die 1967 errichtete Rheinbrücke ist massiv geschädigt. Korrosion an den Spannstählen und ermüdete Betonbauteile machen eine Sanierung unwirtschaftlich. Die Autobahn GmbH hat sich nach monatelanger Prüfung für den Abriss entschieden.
Der sechsspurige Neubau soll Ende 2028 fertig sein — optimistisch gerechnet. Der Abriss beginnt voraussichtlich im Herbst 2026. Bis dahin bleibt die Brücke voll gesperrt, auch für LKW unter 3,5 Tonnen.
Für den Schwerverkehr ist das ein harter Schlag. Die A565 verbindet die A59 mit der A555 und ist eine wichtige Route für den Güterverkehr zwischen Köln/Bonn und der Eifel.
Die offizielle Umleitung für LKW führt über die A59, A562 (Südbrücke) und A565 — ein Umweg von rund 15 Kilometern. In den Stoßzeiten steht man dort jetzt schon, mit dem zusätzlichen Verkehr wird es eng.
Ortskundige Fahrer weichen über die B9 und Kennedybrücke aus — aber Vorsicht: Die Kennedybrücke hat eine 30-Tonnen-Beschränkung. Wer mit 40 Tonnen drüber will, riskiert ein Bußgeld.
„Die Nordbrücke war meine Stammstrecke. Jetzt muss ich 25 Minuten Umweg fahren — pro Tour. Das summiert sich." — LKW-Fahrer im BrummiOnline-Forum
1. Mehr Zeit einplanen: Die Umleitung über die Südbrücke ist zu Stoßzeiten hoffnungslos überlastet. Plane mindestens 30 Minuten extra.
2. Nachtfahrten bevorzugen: Zwischen 22 und 5 Uhr ist die Umleitung halbwegs befahrbar.
3. Alternativroute prüfen: Wer von der A3 kommt, kann über die A560 und A59 fahren — spart die Bonner Brücken komplett.
Die Bonner Nordbrücke wird zur Dauerbaustelle — bis mindestens Ende 2028. LKW-Fahrer müssen sich auf jahrelange Umwege einstellen. Wer die Region regelmäßig befährt, sollte sich die Alternativrouten jetzt einprägen. Die Autobahn GmbH verspricht eine „enge Begleitung" der Baumaßnahme — aber die Erfahrung mit der Leverkusener Brücke lehrt: Versprechen und Baustellen-Realität sind zwei Paar Schuhe.