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BALM-Kontrollen Mai: 112 Ruhezeit-Verstöße — was das für dich bedeutet

30. Juni 2026

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität hat im Mai wieder zugeschlagen: 1.077 Lkw kontrolliert, 112 Verstöße gegen die Wochenruhezeit, 121.535 Euro Sicherheitsleistungen. Bei fast jedem fünften Check war die Ruhezeit nicht sauber. Und die Kontrollen gehen weiter.

1.077
Lkw kontrolliert
112
Ruhezeit-Verstöße
14
Kabotage-Verstöße
121.535 €
Sicherheitsleistungen

Die Kontroll-Aktion im Detail

An vier Tagen im Mai — am 4., 20., 21. und 25. — rückte das BALM mit 286 Einsatzkräften an 75 Kontrollstellen bundesweit an. Schwerpunkte: internationale Verkehrsachsen, Logistikzentren, große Industrie- und Versandhandelsstandorte. Im Raum München unterstützte sogar die Verkehrspolizei.

Das Ziel war klar: Kabotage-Regeln durchsetzen, das Verbot der Wochenruhezeit in der Fahrerkabine kontrollieren, Fahrzeugtechnik prüfen. Und die Bilanz zeigt, dass es nötig war.

Von 634 geprüften Fällen zur Wochenruhezeit gab es 112 Verstöße – knapp 18 Prozent. Anders gesagt: Bei fast jedem fünften Check hatte der Fahrer seine Ruhezeit nicht dort verbracht, wo er sollte: in einer geeigneten Unterkunft. Nicht in der Kabine.

Aus der BALM-Mitteilung „Hinter der Regelung steckt ein sozialpolitisches Ziel: Berufskraftfahrer sollen ihre regelmäßige Wochenruhezeit nicht im Führerhaus verbringen müssen, sondern in einer geeigneten Unterkunft. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass die Einhaltung der Regelung weiterhin ein Problem bleibt."

Kabotage und Technik: Die weiteren Baustellen

Neben der Ruhezeit nahm das BALM auch die Kabotage-Regeln ins Visier: 628 Kontrollen, 25 Unregelmäßigkeiten, 14 bestätigte Verstöße. Ausländische Transportunternehmen dürfen nur begrenzt innerdeutsche Fahrten durchführen — wer's übertreibt, zahlt.

Bei der Fahrzeugtechnik sah's noch übler aus: 84 vertiefte Kontrollen, 31 Verstöße. Bremsen, Beleuchtung, Reifen, Fahrwerk — alles sicherheitsrelevante Komponenten. Eine Beanstandungsquote von fast 37 Prozent. Das ist kein Schönheitsfehler, das ist eine Gefahr für alle auf der Straße.

Was das für deinen Alltag bedeutet

Das BALM hat klargemacht: Die Schwerpunktkontrollen gehen weiter. Wenn du denkst, die 45-Stunden-Ruhezeit in der Kabine zu verbringen, merkst du's spätestens, wenn der Kontrolleur an die Scheibe klopft. Dann wird's teuer. Für die Spedition — und indirekt für dich.

Denn wenn der Chef die Sicherheitsleistung zahlt, sucht er sich das Geld woanders wieder. Engere Tourenpläne, weniger Puffer, mehr Druck. Das alte Lied. Und wenn die Technik nicht stimmt — Bremsen, Beleuchtung, Reifen — dann stehst du nicht nur still, sondern gefährdest dich und andere.

Die 121.535 Euro Sicherheitsleistungen im Mai sind nur der Anfang. Das BALM hat 286 geschulte Leute, 75 Kontrollstellen, und einen klaren Auftrag. Die Zeiten, in denen man an der Raststätte in Ruhe gelassen wurde, sind vorbei.

Quellen

→ eurotransport.de — BALM entdeckt 112 Verstöße bei Lkw-Kontrollen (10.06.2026) → trans.info — BALM: Wochenruhe-Verstöße bei fast jedem 5. Lkw-Check (12.06.2026) → transport-online.de — BALM: 1.077 Kontrollen bei Kabotage und Ruhezeiten im Mai

Heißt für dich:

Wenn du die Wochenruhezeit im Lkw verbringst, gehst du ein Risiko ein — nicht nur juristisch. Die Kontrollen sind flächendeckend, die Beamten geschult, die Bußgelder empfindlich. Und dein Chef gibt den Druck garantiert an dich weiter. Check deine Technik, bevor du losfährst. Und such dir 'ne anständige Unterkunft für die 45 Stunden. Dein Rücken — und dein Geldbeutel — werden's dir danken.