Die LKW-Maut in Europa wird 2026 deutlich komplexer und teurer. Fast alle europäischen Länder haben ihre Mautsysteme überarbeitet – fast überall spielt jetzt der CO₂-Ausstoß eine Rolle. Wer nicht rechtzeitig handelt, zahlt drauf. Hier ist der komplette Überblick.
Die wichtigste Nachricht für deutsche Transportunternehmen: Die Mautbefreiung für emissionsfreie Fahrzeuge (Elektro- und Wasserstoff-LKW) wird in Deutschland bis 2031 verlängert. Das gibt Spediteuren Investitionssicherheit.
Für alle anderen Fahrzeuge gilt: Die CO₂-Klasse bestimmt den Mautsatz. Wer seine CO₂-Klasse nicht beim BALM registriert hat, zahlt automatisch den Höchstsatz. Eine versäumte Registrierung kann mehrere tausend Euro pro Fahrzeug und Jahr kosten.
Die Mautpflicht gilt in Deutschland für alle Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse. Berechnet wird nach: Kilometer × Gewicht × Achsen × Schadstoffklasse × CO₂-Klasse.
Der Trend ist eindeutig: Alle EU-Länder stellen auf CO₂-differenzierte Maut um. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:
| Land | Änderung 2026 |
|---|---|
| 🇦🇹 Österreich | GO-Maut mit CO₂-Differenzierung, neue Tarife seit 1. Januar |
| 🇳🇱 Niederlande | Ab 1. Juli 2026: neues kilometerabhängiges System, ersetzt Eurovignette |
| 🇸🇮 Slowenien | CO₂-Klasse wird seit November 2025 berücksichtigt |
| 🇵🇱 Polen | Tarife steigen zwischen 4% und 6,6%, je nach Fahrzeugklasse |
| 🇩🇰 Dänemark | Seit 2025 kilometerabhängig nach Gewicht + CO₂ (Eurovignette abgeschafft) |
| 🇧🇬 Bulgarien | Mautsätze um ca. 10% erhöht seit September 2025 |
| 🇱🇺/🇸🇪 Luxemburg/Schweden | Eurovignette-System (≥12 t), mit CO₂-Klassen |